Die Ampelübung:<br>STOP

Die Ampelübung:
STOP

Eine gute praktische Achtsamkeitsübung im Alltag, die Sie immer wieder anwenden können, ist die Ampelübung. Mit dieser Übung gelingt es Ihnen, sich aus Stresssituationen herauszubringen und in die Eigenwahrnehmung zu kommen. Es ist eine kurze innere Bestandsaufnahme, um wahrzunehmen, was sich innerlich gerade in Ihnen abspielt. Ziel der Übung ist es, in beobachtenden Kontakt mit sich selbst zu kommen, ohne sich dabei in einer kritischen Situation mit den damit verbundenen aufwühlenden Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen zu identifizieren.

Die Ampelübung besteht aus drei Schritten, die Sie sich wie das Schalten einer Verkehrsampel vorstellen können:

 

S       Stop (Innehalten)
T       Take a breath (Ein- und Ausatmen)
O      Observe (Schauen)
P       Proceed (Handeln)

 

Rotphase: Innehalten & Ein- und Ausatmen

Sie gehen innerlich auf STOP und atmen bewusst ein und aus

  • Damit schaffen Sie Distanz, zu dem was gerade in Ihnen und um Sie herum los ist

 

Gelbphase: Schauen

Sie richten Ihre Aufmerksamkeit nach innen und nehmen wahr, welche Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen gerade präsent sind.

Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?
Welche Gefühle sind da?
Welche Körperempfindungen sind da?

  • Es ist ein beobachtendes Wahrnehmen ohne sich in die Empfindungen hineinziehen zu lassen
  • Es ist eine Phase des Raum-Schaffens und der Akzeptanz, mit dem was gerade ist

 

Grünphase: Handeln & in Aktion gehen

Leiten Sie nun die Grünphase ein: Gehen Sie in Aktion und wenden sich dem zu, was gerade zu tun ist.

  • Diese Strategie des Nicht-Identifizierens unterstützt Sie darin, sich nicht von Stressoren und der automatisch folgenden Stressreaktion überwältigen zu lassen. Sie lassen Ihre Empfindungen zu, ohne sich in diesen zu verlieren. Mit dieser Strategie stoppen Sie zudem das Analysieren und Nachdenken über Ihre Empfindungen. Sie nehmen Ihre Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahr, ohne sich mit der „Geschichte“, die Sie sich gerade erzählen oder auch mit inneren Schuldzuweisungen zu identifizieren.