Philosophische Morgenmeditation

Philosophische Morgenmeditation

Achtsamkeit: Bei einer morgendlichen Betrachtung habe ich den Begriff Achtsamkeit mal unter die Lupe genommen. Ich habe mich gefragt, was in dem Wort Achtsamkeit steckt. Achtsamkeit ist ein Begriff, der seine Bedeutung nicht direkt offenbart. Im englischen Begriff mindfulness steckt auf den ersten Blick schon einmal mehr Bedeutung drin. Mind beinhaltet den geistigen wie psychischen Aspekt. In unserem aufklärerischem Verständnis begrenzen wir Geist oft auf Verstand, Kognition. Ganz im Geiste Descartes. Ich denke, also bin ich … Achtsamkeit löst Assoziationen aus wie auf etwas achten, auf andere achten, auf mich achten. Damit ist bereits ein wichtiger Aspekt von Achtsamkeit angesprochen: Fürsorge. Selbstfürsorge, Fürsorge für andere. Achtsamkeit hat mit Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu tun. Mit Gegenwärtig-Sein. Wenn ich bewusst etwas wahrnehme, was im Moment geschieht, bin ich achtsam. Auf etwas achten ist ein aktiver Wahrnehmungsprozess. Wahrnehmung erfolgt über unsere Sinne: Wir nehmen uns und die Umwelt über unsere Sinne wahr: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten.

Eine andere Bedeutung, die darin steckt: vor etwas Achtung haben, Respekt haben, Wertschätzung. Schätze ich mich selbst wert, drückt das Würde mir selbst gegenüber aus. Wenn ich andere achte oder auf etwas achte, ist das mit Respekt, Würde und Wertschätzung verbunden. Im Begriff Achtung! schwingen Aspekte von Vorsichtig-Sein mit. Ein Appell, die Wahrnehmung zu schärfen, um sich und/oder andere zu schützen. Ein Urinstinkt. Selbstfürsorge, Selbstschutz.