#2: Resilienz und Arbeitswelt

#2: Resilienz und Arbeitswelt

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

herzlich willkommen zur Blogreihe über das Thema Resilienz und Arbeitswelt. Im heutigen Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Widerstandskraft als Mitarbeiter im Unternehmen stärken.

Das Praxisseminar Resilienztraining für Mitarbeiter vertieft anhand konkreter Übungen den Transfer in Ihren Berufsalltag.

Im Fokus der nächsten Blogausgabe steht die Frage, was eine resiliente Führungspersönlichkeit auszeichnet und wie Sie persönlich Ihre Resilienzfähigkeit festigen.

Herzliche Grüße

Ulrike Kopp

 

Wie Sie Ihre Resilienz als Mitarbeiter stärken

In diesem Beitrag schauen wir zunächst auf grundlegende Resilienzfaktoren, die Ihnen als Mitarbeiter eines Unternehmens helfen, sich selbst gesund und souverän in Ihrem Job zu führen.

 

Berufliche Ziele formulieren

  • Was sind meine Ziele?
  • Sind die Ziele realistisch (auf Realität prüfen)?
  • Welche Hindernisse gibt es?
  • Wo liegen die Grenzen?
  • Was ist in meiner jetzigen Situation (beruflich und privat) an beruflichen Zielen möglich?
  • In welchem Zeitraum kann ich sie umsetzen?
  • Welchen Zeitpuffer brauche ich?

Wichtig: Planen Sie realistische Ziele. Überprüfen Sie Ihre Ziele immer wieder aufs Neue. Bleiben Sie dabei offen für Veränderungsprozesse und passen Sie die Ziele an die Situationen an.

 

Einflussbereich klären

  • Wo stehe ich gerade?
  • Wie zufrieden bin ich damit?
  • Wo habe ich Einfluss?
  • Wo ist der Einfluss gering?
  • Wo kann ich meinen Einflussbereich erweitern?
  • Was ist das Beste, was ich unter diesen Umständen tun kann?

Wichtig: Stecken Sie Ihren Einflussbereich und damit auch Ihre Grenzen innerhalb des Unternehmens ab!

 

Netzwerke prüfen

  • Welche Netzwerke innerhalb des Unternehmens brauche ich für meine Arbeit?
  • Wo bin ich zurzeit gut, weniger gut oder schlecht vernetzt?
  • Welche Beziehungen/Kommunikation kann ich verbessern? Welche Beziehungen kann ich knüpfen?

Wichtig: Übertragen Sie diese Netzwerkanalyse auf Ihren Geschäftsbereich, Ihre Abteilung, Ihr Team!

 

Grenzen abstecken

  • Wo liegen die Grenzen der Machbarkeit?
  • Was ist innerhalb des Unternehmens realistisch?
  • Was ist innerhalb der Abteilung oder des Teams möglich?
  • Wie können diese Grenzen konstruktiv überwunden werden?
  • Ist eine Klärung mit der Geschäftsführung möglich?
  • Ist eine Klärung mit der Abteilungsleitung möglich?
  • Ist eine Klärung mit Schnittstellen möglich?

Wichtig: Erkennen Sie Grenzen an, die nicht konstruktiv überwunden werden können. Konzentrieren Sie Ihre Energie darauf, wo Sie, Ihr Team oder Abteilung Initiative ergreifen können und Einfluss haben oder schaffen können.

 

Innere Haltung

  • Arbeiten Sie an einer optimistischen Grundeinstellung
  • Formulieren Sie positive Kritik und lassen Sie sich nicht von negativer Kritik oder Stimmungsmache herunterziehen
  • Bauen Sie auf Ihre Stärken, Kompetenzen und Erfahrungswerte, die Ihnen helfen, schwierige Aufgaben und Situationen zu lösen
  • Betrachten Sie eigene Fehler und die anderer als Teil des Arbeits- und Lernprozesses
  • Akzeptieren Sie Dinge und Umstände, die Sie nicht beeinflussen können. Verwenden Sie Ihre Energie auf Dinge, die Sie beeinflussen können und richten Sie sie realistisch an der bestehenden Situation aus

 

Kommunikation

  • Holen Sie sich Rückmeldungen, wenn Ihnen Aufgaben unklar sind
  • Bringen Sie Vorschläge ein
  • Bilden Sie Netzwerke, die Sie unterstützen
  • Pflegen Sie einen konstruktiven Umgang mit schwierigen oder unsympathischen Kollegen und Chefs
  • Suchen Sie dabei nach Win-Win-Situationen
  • Schaffen Sie eine Mindestbasis an Gemeinsamkeiten zur Aufgabenbewältigung

 

Energieräuber am Arbeitsplatz: herausfinden – benennen – vermeiden

  • Wo reibe ich mich unnötig auf?
  • Was sind meine Energieräuber?
  • Wie vermeide bzw. reduziere ich diese Energieräuber?

 

Energietankstellen am Arbeitsplatz: herausfinden – benennen – nutzen

  • Wo ziehe ich positive Energie?
  • Bei welchen Aufgaben/Tätigkeiten?
  • Bei welchen Aktivitäten?
  • Bei welchen Kontakten?
  • Bei welchen Gesprächen?

 

Energietankstellen außerhalb der Arbeit: herausfinden – benennen – nutzen

  • Wo ziehe ich positive Energie?
  • Bei welchen Hobbies, Aktivitäten?
  • Welche Bedürfnisse und Wünsche sind mir wichtig?
  • Welche Werte sind mir persönlich wichtig?
  • Welche Kontakte tun mir gut: Familie, Freunde, Netzwerke?
  • Wie pflege ich meine Beziehungen?
  • Wie tanke ich körperlich auf: Entspannung, Bewegung, Sport, Gesundheit, Ernährung, Schlaf?