Strategien erfolgreicher Kommunikation

Strategien erfolgreicher Kommunikation

Wir tun es alle – immerzu und überall: KOMMUNIZIEREN

Wir Menschen sind soziale Wesen und unsere Spezies verfügt über ein ganzes Repertoire an Kommunikationssignalen, um uns mitzuteilen und auszutauschen.

Wir kommunizieren verbal über Sprache und nonverbal über Mimik, Gestik, Tonfall, Körpersprache.

Moderne Kommunikationskanäle haben uns in das Kommunikationszeitalter 3.0 gebeamt: eigene Sprachcodes sind entstanden und weiter am Entstehen: SMS, WhatsApp-Sprache, Websprache über Emoticons. Das Kommunzieren wird uns durch High-Tec leicht gemacht.

Und doch: Gelungene Kommunikation will gelernt sein.

Missverständnisse, Streitigkeiten, Krisen bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen machen uns bewusst, wohin misslungenes Kommunizieren führen kann.

In der Arbeitswelt, der Politik, der Diplomatie und auch im privaten Kontext sind Kommunikationsexperten wie Mediatoren sehr gefragt, um uns in die hohe Kunst der Kommunikation zu unterweisen.

Was sind nun Grundlagen einer gelungenen Kommunikation?

Zuhören

Haben Sie folgende Kommunikationssituation schon erlebt: Sie wollen etwas mitteilen, aber das Gegenüber hört ihnen überhaupt nicht zu? Es ergießt sich in vermeintlich gut gemeinten Ratschlägen, schlimmstenfalls prahlt es mit Besserwisserei, es steigt in eigene Geschichten ein „das kenne ich auch! Gerade gestern ist mir folgendes passiert….“, es linst auf das Smartphone-Display etc.

Genau: das fühlt sich schlecht an! Wir fühlen uns ungehört, abgekanzelt, belehrt, uninteressant, unverstanden.

Zuhören erfordert Interesse und Offenheit gegenüber dem Erzähler. Gutes Zuhören basiert darauf, den Kontakt zum Gegenüber herzustellen – auch nonverbal – und sich auf ihn einzulassen. Dazu ist es wichtig, gut in Kontakt mit sich selbst zu sein.

 

Bedürfnisse und Gefühle klar formulieren

Wie schaffe ich eine gute Basis, dass ich gehört werde?

Sie bemerken im Gespräch, dass das gegenüber sich zum x-ten Mal nervös am Ärmel zupft und ständig auf die Uhr schaut?

Eine wachsende Ungeduld, Ärger oder Arroganz, die sich im Anderen breit macht, weil Sie nicht zum Punkt kommen und nicht äußern, was Sie tatsächlich sagen wollen?

Äußern Sie Bedürfnisse und Gefühle klar, dass Ihr Gegenüber versteht, was Sie wollen und fühlen. Sie erreichen, dass Sie respektiert werden und vermeiden, dass Sie den anderen in Verteidigungs- oder Angriffshaltung bringen.

 

Ich-Botschaften

Wie reagieren Sie auf Aussagen „man könnte mal wieder dies oder das tun?“ Fühlen Sie sich angesprochen, aktiv zu werden? Oder brummen Sie ein „ mmmmhh“. Und verstehen nicht, warum Sie das Gegenüber plötzlich mit einem scharfen, genervten oder enttäuschten Blick straft? Haben Sie diese „Man“-Aussagen selbst schon verwendet? Dann kennen Sie das Resultat: Es gibt keines, zumindest keines, das zum Erreichen Ihres Kommunikationsziels führt.

Deshalb: Verwenden Sie „Ich“, wenn Sie etwas konkret wollen oder Nicht-Wollen, statt sich hinter „man“ zu verstecken. Ich-Botschaften fördern konstruktive Kommunikation. Das Gegenüber weiß, was Sie wollen und kann sich entsprechend klar dazu äußern.

 

Nachfragen „verstehe ich Sie/dich richtig, dass…“

Sicher haben Sie selbst schon Missverständnisse erlebt, die darauf beruhten, dass eine Botschaft, die Sie empfangen haben, nicht identisch war, mit der, die an Sie gesendet wurde.

Da wir Aussagen schnell interpretieren und bewerten, kommt bei uns selbst oftmals eine andere Botschaft an, als die, die tatsächlich gemeint war.

Geben Sie deshalb Ihrem Gegenüber eine Rückmeldung über das Gesagte. Damit gehen Sie sicher, dass das, was Sie verstehen, identisch ist mit dem, was auch gemeint ist.

Auch wenn das anfangs komisch und fremd für Sie ist, wenden Sie das Nachfragen und Rückversichern an. Sie werden feststellen, dass es zu einer klaren Kommunikation führt und Missverständnissen vorbeugt.