Thema Denken: free your mind!

Thema Denken: free your mind!

In unserem Leben nimmt das Thema Denken eine zentrale Rolle ein. Kein Wunder, liefert uns der aktive Geist ununterbrochen Gedanken. Haben Sie sich schon mal bewusst gemacht, dass Sie pro Tag circa 60.000 Gedanken produzieren?

Ein Konglomerat von angenehmen, unangenehmen und neutralen Gedanken zieht durch unser Wahrnehmungsfeld. Die angenehmen Gedanken nehmen prozentual den kleinsten Stellenwert ein. Dies ist evolutionsbedingt, da unsere Ahnen als Überlebensstrategie eine feine Wahrnehmung für alles Gefährliche, Unerwartete entwickelten mussten, um alltägliche Gefahren erfolgreich abzuwehren.

Leider heftet sich unser Geist immer noch besonders gerne an die ungenehmen Gedanken und liebt es, sich geradezu in negative Gedanken hineinzusteigern. Neutrale Gedanken haben wir zahlreiche, doch diesen schenken wir weniger Beachtung, da wir sie weder als positiv noch als negativ interpretieren und sie uns damit weder unmittelbar nutzen noch schaden.

Wie gehen wir nun konstruktiv mit unserem denkenden Geist um?

Hilfreich ist es, sich bewusst zu machen, dass alle Gedanken erst mal „nur“ Gedanken“ sind. Konstrukte, die unser Geist produziert und die erst durch unser Interpretieren an Bedeutung gewinnen. Sie, als denkende, fühlende und handelnde Person, entscheiden, ob ein Gedanke wahr sein kann oder nicht. Sie entscheiden, ob ein Gedanke wichtig sein kann oder nicht.

In der Achtsamkeitspraxis schulen wir uns im Umgang mit allen Arten von Gedanken. Es geht nicht darum, nur positive Gedanken wahrzunehmen und negative Gedanken wegzuschieben oder zu verdrängen. Wir nehmen angenehme Gedanken als angenehme Gedanken an, negative Gedanken als negative und neutrale Gedanken als neutral an. Sie alle haben in unserem Erleben einen eigenen Stellenwert.

Übung: Gedankenlifting

Wichtige Gedanken: Notieren sie diese durch Aufschreiben oder mentales Notieren. Damit können Sie diese Gedanken loslassen, denn sie haben sie sich bewahrt.

Positive Gedanken: Verinnerlichen Sie Gedanken, die mit positivem Erleben verbunden sind. Genießen Sie für 15-20 Sekunden die Empfindungen, die mit diesen Gedanken verknüpft sind. Sie erhöhen damit die Chance, dass sich ihre positiven Gedanken im Langzeitgedächtnis abspeichern und Sie darauf zurückgreifen können.

Katastrophengedanken: Entscheiden Sie sich bewusst, diese Gedanken nicht zu übersteigern und zu dramatisieren. Drücken sie die innere Stopp-Taste.

Hinterfragen Sie die gedanklichen Schreckensszenarien: Stimmt das, was ich mir gerade ausmale? Wie sieht das morgen oder zu einem anderen späteren Zeitpunkt aus? Was könnte schlimmstenfalls geschehen?

Negative Gedanken: Überprüfen Sie diese Gedanken: Entsprechen sie der Realität? Wie sieht ein Außenstehender die Sache? Was ergibt sich an positiven Aspekten daraus? Wie kann ich damit wachsen?

Nörgler- und Zweiflergedanken: Nehmen Sie die innere Stimme Ihres strengen Kritikers kurz wahr, der Sie gerade zu entmutigen beabsichtigt. Besänftigen Sie den Kritiker, in dem sie sich mögliche Fehler und Schwächen als Teil Ihres Menschseins zugestehen. Halten Sie Ihrem Kritiker Ihre Kompetenzen und starke Seiten vor Augen.

Egozentriker-Gedanken: Sie beziehen alles, was um Sie herum geschieht auf sich selbst? Wechseln Sie die Perspektive. Erlauben Sie sich, die Situation mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Wie nimmt Ihr Gegenüber diese Situation möglicherweise gerade wahr?