Überlebensstrategien am Arbeitsplatz

Überlebensstrategien am Arbeitsplatz

Sie sind Perfektionist, Kontrollfreak oder eher der Zweifler?
Sie geben alles, um beste Arbeitsergebnisse zu erzielen?

Schaffen Sie Distanz

Nehmen Sie bewusst die Abgrenzung zwischen Ihnen selbst als Individuum und der bevorstehenden Aufgabe wahr. Machen Sie sich klar, dass Sie nicht diese Aufgabe sind. Diese konkrete Aufgabe ist ein Teil, der zu Ihrer beruflichen Arbeit gehört.

Schritt 1: Achten Sie darauf, gut in Kontakt mit sich selbst zukommen. Spüren Sie sich immer wieder ganz bewusst. Wie sie sitzen, telefonieren, stehen.

In Phasen von nervöser Unruhe, angespannter Muskulatur und emotionaler Anspannung:

Schritt 2: Bringen Sie Ihre Hände in Kontakt zum Körper wie Nabelzentrum, Brustkorb, Oberschenkel, Knie. Spüren Sie die Berührung und das damit verbundene Wärmeempfinden.

Schritt 3: Atmen Sie 3 mal bewusst ein und aus. Stellen Sie sich mental vor, wie Sie mit jedem Ausatmen Körperspannung aus dem Körper entlassen.

Schritt 4: Verankern Sie dieses positive Empfinden als innerliches Kraftreservoir.

 

Wandeln Sie negative Glaubenssätze um

Nehmen Sie innerliche negative Bewertungen wie „das schaffe ich nie“, „alles hängt an mir“ oder „ich kann mir keine Fehler erlauben“ bewusst wahr. Ersetzen Sie sie mit einem positiven Bild oder Satz.

Schritt 1: Nehmen Sie den negativen Glaubenssatz bewusst wahr. Spüren Sie ihre Atmung. Stellen Sie sich vor, wie Sie mit jedem Ausatemzug den negativen Gedanken „entlassen“.

Schritt 2: Kultivieren Sie ein positiv besetztes Bild oder einen Satz. Verankern Sie im Geist dieses Bild. Ergänzen Sie die positive Vorstellung mit äußeren Hilfen wie Foto, Bild, einer Figur.

Schritt 3: Rufen Sie diese positive Erfahrung immer mehr auch in schwierigen Situationen ab.

 

Der Zweifler: „das schaffe ich nie“

Rufen Sie ein positiv besetztes Bild oder einen Satz aus Ihrem Erfahrungsschatz ab. Erinnern Sie sich, wie Sie knifflige Aufgaben in der Vergangenheit gut gelöst haben. Machen Sie sich Ihre persönlichen Stärken bewusst.

 

Der Kontrollfreak: „nichts läuft nach Plan“

Gute Planung schafft Struktur. Gestatten Sie sich weniger Kontrolle. Betrachten Sie „Störungen“ als fruchtbaren Teil des Arbeitsprozesses.

 

Der Perfektionist: „ich kann mir keine Fehler erlauben“

Fehler sind grundlegend für unser menschliches Wachstum. Arbeiten Sie mit dem bewährten Pareto-Prinzip: 80:20 Regel anstelle von 100% Erfolgsleistung.

 

Bringen Sie Leben in Ihre Arbeitsstruktur

Gute Arbeitserfolge setzen sich aus Struktur und Prozess zusammen. Struktur steht für Ihr Konzept, Ihre Planung, Ihre Strategie. Prozesse stehen für Veränderung, Entwicklung, Zulassen, Loslassen.

Öffnen Sie sich wichtigen Elementen des Arbeitsprozesses: der konstruktive Austausch mit anderen, Kreativität, veränderte Bedingungen, die ständig zu berücksichtigen sind, Offensein für Veränderungen

 

Erkennen Sie Ihre Grenzen an

Sie arbeiten kompetent, engagiert und mit hohem Energieeinsatz. Sie müssen nicht alles geben. Grenzen zu erkennen und sie zu akzeptieren sind wichtiger Bestandteil Ihres Selbstmanagements. Voraussetzung dafür ist unsere Wahrnehmung. Achten Sie auf körperliche Warnsignale wie dauerhafte Anspannung, innere Unruhe, Enge im Brustkorb, flaches Atmen, Schmerzen, ständige Müdigkeit, Lustlosigkeit.

Zeigen Sie sich selbst und Ihrer Umwelt die rote Karte und kultivieren Sie die Kunst, ein klares NEIN zu formulieren. Achten Sie auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und Werte.