Wie Sie Ihre Mitarbeiter stärken

Wie Sie Ihre Mitarbeiter stärken

Wie Sie als Führungskraft die innere Widerstandskraft Ihrer Mitarbeiter stärken

Als Führungskraft haben Sie den Balanceakt zwischen der Verantwortung für unternehmerische Ziele  auf der einen Seite und der gesunden Führung Ihrer Mitarbeiter auf der anderen Seite zu meistern.

Der erste Schritt zur gesunden Führung der Mitarbeiter ist das eigene Sensibilisieren für das Thema „psychische Belastung am Arbeitsplatz“.

Als Führungskraft üben Sie eine Vorbildfunktion für gelebtes Gesundheitsbewusstsein aus.

Wie Sie darüber hinaus dazu beitragen können, die Resilienzfähigkeit Ihrer Mitarbeiter zu fördern, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Einen kurzen (Wieder-)Einstieg zum Thema Resilienz finden Sie in diesem Blogeintrag (bitte klicken).

 

Kommunikationskultur

  • Führen Sie regelmäßige Mitarbeitergespräche durch
  • Sprechen Sie gegenseitige Erwartungen ab
  • Vereinbaren Sie Ziele, klären Sie dabei auch „Etappenziele“ ab
  • Bringen Sie Ihren Mitarbeitern Wertschätzung entgegen
  • Besprechen Sie bestehende Hindernisse
  • Haben Sie ein offenes Ohr für die Belange Ihrer Mitarbeiter
  • Halten Sie direkten Kontakt, um „Schwelbrände“ im Team frühzeitig zu erkennen
  • Kommunizieren Sie Veränderungsprozesse und nehmen Sie Ihre Mitarbeiter ins Boot
  • Formulieren Sie Aufgabenstellungen präzise und klar
  • Holen Sie sich die Rückversicherung ein, dass Aufgaben von Ihren Mitarbeitern klar verstanden werden. Dies verhindert beiderseitige Missverständnisse

 

Mitarbeiterorientierung

  • Planen Sie feste Zeiten ein, in dem Sie sich dem Thema Mitarbeiterführung widmen
  • Nehmen Sie Qualifikationsangebote zum Aufgabenbereich „Mitarbeiterführung“ an
  • Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Stress
  • Bauen Sie Fehlbelastungen ab
  • Nehmen Sie immer wieder auch die Perspektive Ihrer Mitarbeiter ein

 

Treffen Sie Zielvereinbarungen nach der SMART-Regel:

Specific / spezifisch: formulieren Sie Ziele präzise und konkret

Measurable/ messbar: legen Sie messbare Kriterien fest

Attainable/ansprechend: vereinbaren Sie akzeptable Ziele

Realistic/realistisch: Geben Sie Ziele vor, die möglich und realisierbar sind

Time phased/zeitlich terminiert: Nennen Sie Zeitangaben

 

Präventionsmaßnahmen zur Stressreduzierung am Arbeitsplatz

  • Pausenkultur leben: Machen Sie sichtbar, dass Sie selbst auf Pausen achten, um auch Ihre Mitarbeiter dazu anzuregen
  • Unterstützen Sie Gesundheitsangebote: Fördern Sie das Vertrauen Ihrer Mitarbeiter, Angebote aktiv wahrzunehmen
  • Binden Sie Ihre Mitarbeiter in das Thema „Gesundheit im Arbeitsalltag“ mit ein: Regen Sie Ihre Mitarbeiter an, Ideen und Maßnahmen einzubringen, die im Unternehmen umgesetzt werden können
  • Deligieren Sie „sinnvoll“: Verteilen Sie Aufgaben nicht konzentriert auf einen Mitarbeiter, verteilen Sie diese auf mehrere Mitarbeiter. Richten Sie die Aufgabenverteilung dabei auf die individuellen Kompetenzen und Tätigkeitsfelder Ihrer Mitarbeiter aus
  • Achten Sie auf Zeitfresser: Tragen Sie im Team dazu bei, Zeitfresser im Arbeitsalltag zu entlarven. Spontane und schlecht vorbereitete Meetings, ungezielte Emailverteiler, unstrukturierte und unorganisierte Arbeitsvorgaben kostet alle Beteiligten unnötige Zeit, die effektiver genutzt werden kann
  • Erhöhen Sie die Arbeitszufriedenheit: Faktoren wie Arbeitsplatzgestaltung, Ergonomie, gute Softwareausstattung, Einrichten von Ruhe- oder Kreativräumen, gesunde Ernährungsangebote tragen zur Mitarbeiterzufriedenheit bei

 

Achtsamer Umgang mit Mitarbeitern, die psychisch stark belastet sind

Wie erkenne ich, ob Mitarbeiter überlastet sind?

Achten Sie auf folgende Belastungssignale:

  • Hohe Ausfallzeiten
  • Auffällige Leistungseinbußen
  • Verändertes Sozialverhalten

 

Wie gehe ich mit betroffenen Mitarbeitern achtsam um?

  • Sprechen Sie Ihren Mitarbeiter an
  • Laden Sie Ihren Mitarbeiter zu einem Gespräch unter vier Augen ein
  • Hören Sie aufmerksam zu
  • Bieten Sie Unterstützung an
  • Suchen Sie gemeinsam eine Lösung
  • Vereinbaren Sie verbindliche Nachgespräche

 

Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?

  • Prüfen Sie, welche Veränderungen konkret möglich sind
  • Eventuell kann ein Umverteilen von Aufgaben oder ein Einsetzen an einem anderen Arbeitsplatz, in einer anderen Funktion wachsende Belastung reduzieren
  • Prüfen Sie in welchem Zeitrahmen Veränderungen möglich sind: Was ist sofort umsetzbar? Was ist mittel- bis langfristig möglich?
  • Bieten Sie erkrankten Mitarbeitern nach Rückkehr an den Arbeitsplatz in der Wiedereingliederungsphase wirksame Unterstützung und individuelle Lösungen an

 

WICHTIG:

Vertrauen Sie auf Ihre Einflussmöglichkeiten, um in Ihrer Rolle als Führungskraft erste Best Practice Beispiele in Ihrer Abteilung umzusetzen. Setzen Sie immer wieder auf individuelle Lösungen. Jeder Mitarbeiter ist einzigartig und die Ursachen für eine psychische Erkrankung können sich in jedem Einzelfall unterscheiden.

Erkennen Sie Ihre Grenzen als Führungskraft. Prüfen Sie, inwieweit Sie Einfluss auf organisatorische und strukturelle Ressourcen innerhalb des Unternehmens haben. Ohne den Rückhalt und die Akzeptanz der Unternehmensleitung können Sie nicht gegen Windmühlen ankämpfen. Ein gelungenes betriebliches Wiedereingliederungsmanagement beispielsweise kann nur vom ganzen Unternehmen getragen werden.

 

Ein passendes Training biete ich Ihnen am 25. März im Gesundheitshaus Eppelheim an: Resilienztraining für Führungskräfte: Wie Sie als Führungskraft die innere Widerstandskraft Ihrer Mitarbeiter stärken

Anmeldung und Fragen

Fragen, Wünsche und Anmeldungen nehme ich gerne unter info@stressbewaeltigung-kopp.de oder 06202 28 99 825 entgegen.